{"id":96,"date":"2025-03-19T11:19:19","date_gmt":"2025-03-19T09:19:19","guid":{"rendered":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/?page_id=96"},"modified":"2025-05-26T15:16:11","modified_gmt":"2025-05-26T12:16:11","slug":"3-6-allikad","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/3-6-allikad\/","title":{"rendered":"3.7 Lehrermaterial"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hintergrundinformationen f\u00fcr die Lehrkraft zum Palmsonntag und zu Gebhardts Gem\u00e4lde \u201eEinzug in Jerusalem\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Palmsonntag<\/strong><\/p>\n<p>Der Palmsonntag er\u00f6ffnet die Karwoche. An diesem Tag gedenkt die Kirche des Einzugs Jesu in Jerusalem. Dort begr\u00fc\u00dft ihn eine jubelnde Menge, die ihm mit Palmzweigen zuwinkt. Sie legen die Zweige und ihre Kleider vor ihm auf den Boden und bejubeln ihn wie einen K\u00f6nig. Doch Jesus wei\u00df bereits, dass er verraten wird und sterben muss. Ebenso sagt er voraus, dass er nach drei Tagen von den Toten auferstehen werde.<\/p>\n<p><strong>Eduard von Gebhardts \u201eEinzug in Jerusalem\u201c<\/strong>\u00a0(1863, \u00d6l auf Leinwand, 85 \u00d7 95 cm) befindet sich heute im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum. Auf dem Gem\u00e4lde reitet Jesus in eine rheinische Stadt mit mittelalterlicher Befestigung ein. Auf einem Esel sitzend \u00fcberragt er die Menge. Mit weit ge\u00f6ffneten Armen segnet er die Menschen.<\/p>\n<p>Die Begr\u00fc\u00dfung der Bev\u00f6lkerung wird in einer Reihe von Genreszenen dargestellt: Ein M\u00e4dchen winkt am Fenster, Kinder sind erschrocken oder staunen, ein kleiner Hund blickt aufmerksam. Bettler und Kr\u00fcppel knien nieder (vgl. Gries 1995: 131). Um alles sehen zu k\u00f6nnen, klettert ein Junge auf eine Mauer. Ein Vogel zieht seine Kreise am Himmel. Auf dem Dach des rechten Hauses sind zwei Tauben gelandet \u2013 eine graue und eine wei\u00dfe.<\/p>\n<p>Diese Szenen sind typische Beispiele f\u00fcr Gebhardts humorvolle Verwendung von Charaktertypen, mit denen er die biblischen Geschichten belebte (vgl. ebd., 130). An der linken Seite Jesu stehen zwei Frauen, von denen die \u00e4ltere seine Mutter ist. Im Hintergrund ist eine h\u00fcgelige Landschaft zu sehen<strong>.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bedeutung der Farben in der christlichen Kirche: wei\u00df, rot, gr\u00fcn, violett, schwarz.<\/strong><\/p>\n<p>Die liturgische Farbe spiegelt die Bedeutung eines Sonntags wider. In der evangelischen Kirche sind wei\u00df, violett, gr\u00fcn, rot und schwarz die liturgischen Farben, die den Festen im Jahreskreis zugeordnet sind. Die Verwendung der liturgischen Farben wird von den einzelnen Kirchen geregelt. Textilien im sakralen Raum unterscheiden sich von denen im profanen Bereich durch ihre spezielle Funktion, sie dienen der Liturgie. Durch den Wechsel der liturgischen Farben wird der Verlauf des Kirchenjahres im sakralen Raum sichtbar.<\/p>\n<p><strong>In jeder der liturgischen Farben steckt dabei die indirekte, hindeutende Symbolsprache.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wei\u00df<\/strong>\u00a0ist die Farbe des ungebrochenen Lichtes, des Glaubens, des Vollkommenen, der Ewigkeit, Unschuld, Reinheit, Wahrheit und Eindeutigkeit. Sie schm\u00fcckt zu den sogenannten Christusfesten wie Weihnachten, Epiphanias, Ostern, Himmelfahrt sowie Trinitatis den sakralen Raum. Die Assoziationen zur Farbe Wei\u00df wollen mit ihrer symbolischen Wirkung auf Christus hinweisen, der die Mitte des christlichen Glaubens ist; der Anfang und Ende, Beginn und Ziel in Einem ist.<\/p>\n<p>Die Symbolik der Farbe\u00a0<strong>Rot<\/strong>\u00a0ist gepr\u00e4gt von zwei elementaren Erfahrungen: Rot ist das Blut und Rot ist auch das Feuer. Rot verbindet in seiner symbolischen Wirkung des Blutes mit Lebenskraft und Energie, aber auch mit dem Gedanken an das Blut der M\u00e4rtyrer.<br>\nFeuer vertreibt K\u00e4lte, spendet Licht und W\u00e4rme; reinigt aber auch, indem es vernichtet. Feuer ist so m\u00e4chtig, dass nichts widerstehen kann. Rote Paramente schm\u00fccken den sakralen Raum zu Pfingsten (dem Fest der Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes), am Reformationstag, zur Konfirmation, Kirchweihe, an Kirchentagen sowie Gedenktagen (Stephanus, Peter und Paul).<\/p>\n<p>Als liturgische Farbe ist\u00a0<strong>Violett<\/strong>\u00a0die Farbe der Stille und Besinnung, Umkehr und Bu\u00dfe, die auf die immer wieder neu n\u00f6tige Ausrichtung auf Gott hinweisen will. Es ist die Farbe der Fastenzeiten im Advent und vor Ostern sowie am Bu\u00df- und Bettag.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcn<\/strong>\u00a0ist unter den liturgischen Farben die einfachste und zugleich elementarste. Sie ist die Farbe der gew\u00f6hnlichen Sonntage, das hei\u00dft, der Sonntage, die keine besonderen Feiertage sind, in denen keine Gedenkgottesdienste gehalten werden. Gr\u00fcn ist die Symbolfarbe des Lebens, des Wachstums, der Hoffnung und der Zuversicht \u2013 im \u00fcbertragenen Sinn auch des Wachstums der Gemeinde.<\/p>\n<p><strong>Schwarz<\/strong> ist die Farbe von Ende, Tod und Trauer. In der christlichen Farbsymbolik wandelt sich die Farbe des Todes: Schwarz ist die Trauer um den irdischen Tod, Wei\u00df ist die Farbe der Auferstehung. Deshalb ist die Kleidung der Trauernden schwarz (vgl. EELK kirikuseadustik. 2. osa. ptk. 5. \u00a730).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergrundinformationen f\u00fcr die Lehrkraft zum Palmsonntag und zu Gebhardts Gem\u00e4lde \u201eEinzug in Jerusalem\u201c Der Palmsonntag Der Palmsonntag er\u00f6ffnet die Karwoche. An diesem Tag gedenkt die Kirche des Einzugs Jesu in Jerusalem. 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