{"id":27,"date":"2025-03-17T11:06:06","date_gmt":"2025-03-17T09:06:06","guid":{"rendered":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/?page_id=27"},"modified":"2025-05-25T19:40:19","modified_gmt":"2025-05-25T16:40:19","slug":"1-4-allikad","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/1-4-allikad\/","title":{"rendered":"1.3 Lehrermaterial"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hintergrundinformationen f\u00fcr die Lehrkraft \u00fcber Gebhardts Leben und Werk<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Eduard von Gebhardt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eduard Karl Franz von Gebhardt wurde am 1.\/13. Juni 1838 als Sohn des Pastors Ferdinand von Gebhardt im Pastorat St. Johannis in Jerven (J\u00e4rva-Jaani) geboren. Das Leben der Familie war tief im orthodox-lutherischen Glauben verwurzelt (vgl. Gries 1995: 12). Bis zu seinem zw\u00f6lften Lebensjahr wuchs Gebhardt in der harmonischen, von humanistischer Kultur gepr\u00e4gten Atmosph\u00e4re des Pastorats auf (vgl. Clemen 1938: 66). Die Eindr\u00fccke aus seiner Kindheit und sein Elternhaus beeinflussten ihn nachhaltig und pr\u00e4gten sowohl seine Pers\u00f6nlichkeit als auch sein k\u00fcnstlerisches Schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon fr\u00fch zeigte Gebhardt eine besondere Begabung f\u00fcr die Malerei. Bereits im Alter von vier Jahren machte er auf sich aufmerksam, indem er mit Kreide Portr\u00e4ts von G\u00e4sten auf den Boden eines Nebenzimmers zeichnete. Pastor Gottfried Kittel beschrieb dieses Ereignis sp\u00e4ter folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSeine Eltern hatten Besuch bekommen, er aber erschien alle Augenblicke im Saal, wo die G\u00e4ste sa\u00dfen, um sie zu betrachten, und verschwand dann wieder. Weil ihnen sein Verhalten auffiel, folgten sie schlie\u00dflich seinen Spuren und fanden zu ihrem Erstaunen auf dem Fu\u00dfboden eines Nebenzimmers wohlgelungene Bilder der G\u00e4ste, gezeichnet von seiner Kinderhand.\u201c (Kittel 1930: 28)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Seine schulische Ausbildung begann er mit h\u00e4uslichem Unterricht. 1850 wurde er an das Gouvernements-Gymnasium in Reval (Tallinn) geschickt. Von 1855 bis 1857 erhielt er seine k\u00fcnstlerische Grundausbildung an der Kunstakademie in St. Petersburg. W\u00e4hrend dieser Zeit lebte er bei dem Maler August von Pezold, mit dessen Familie er zeitlebens eng verbunden blieb (vgl. Thomson 1991: 13). Viele Briefe, die er mit ihnen austauschte, wurden sp\u00e4ter von Reinhold Graubner herausgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach drei Jahren verlie\u00df Gebhardt die St. Petersburger Akademie und zog nach Deutschland. 1857\/58 reiste er durch Holland und Belgien, bevor er sich in Karlsruhe niederlie\u00df und dort die Kunstakademie besuchte (vgl. Gries 1995: 13). 1860 kam er nach D\u00fcsseldorf, wo er Sch\u00fcler in der Privatschule von Wilhelm Sohn wurde. Schon bald entschied er sich, dauerhaft in D\u00fcsseldorf zu bleiben. Besonders die niederl\u00e4ndische Malerei des 17. Jahrhunderts beeindruckte ihn tief, und Rembrandt wurde f\u00fcr ihn zu einer zentralen Inspirationsquelle (vgl. Gries 1995: 14).<\/p>\n\n\n\n<p>1872 heiratete Gebhardt Klara Maria Anna Jungnick, mit der er drei Kinder hatte. Zwei Jahre sp\u00e4ter, 1874, wurde er zum Professor an der Kunstakademie in D\u00fcsseldorf berufen, wo er bis zu seinem freiwilligen R\u00fccktritt im Jahr 1912 Malklassen leitete (vgl. ebd.).<\/p>\n\n\n\n<p>Als \u201ewahrer Erneuerer der religi\u00f6sen Malerei Deutschlands auf evangelischer Grundlage\u201c (vgl. Gries 1995: 15) erhielt er zahlreiche Auftr\u00e4ge. Anfang der 1880er Jahre reiste er erstmals nach Italien (Oberitalien, Toskana, Rom) und war besonders von den dortigen Fresken fasziniert. Gro\u00dfauftr\u00e4ge, darunter Werke f\u00fcr das Kloster Loccum, die lutherische Friedenskirche in D\u00fcsseldorf und die Kapelle des D\u00fcsseldorfer Nordfriedhofs, erm\u00f6glichten es ihm, die in Italien gewonnenen Eindr\u00fccke in seine Kunst einflie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>In seinen letzten Lebensjahren lie\u00df seine Schaffenskraft nach. In Briefen klagte er \u00fcber Ideenlosigkeit und Arbeitsm\u00fcdigkeit. Sein letzter gro\u00dfer Auftrag war ein Fresko in der Marienkirche in Dortmund. Dennoch arbeitete er bis zu seinem letzten Tag an kleineren Gem\u00e4lden (vgl. Gries 1995: 16).<\/p>\n\n\n\n<p>Eduard von Gebhardt verstarb am 3. Februar 1925 im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in D\u00fcsseldorf. Er wurde auf dem Ehrenh\u00fcgel des D\u00fcsseldorfer Nordfriedhofs beigesetzt (vgl. Gries 1995: 14).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergrundinformationen f\u00fcr die Lehrkraft \u00fcber Gebhardts Leben und Werk Eduard von Gebhardt Eduard Karl Franz von Gebhardt wurde am 1.\/13. Juni 1838 als Sohn des Pastors Ferdinand von Gebhardt im Pastorat St. Johannis in Jerven (J\u00e4rva-Jaani) geboren. Das Leben der &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":816,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"class_list":["post-27","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/27","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/816"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/27\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":692,"href":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/27\/revisions\/692"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}