{"id":144,"date":"2025-03-19T11:56:52","date_gmt":"2025-03-19T09:56:52","guid":{"rendered":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/?page_id=144"},"modified":"2025-05-26T15:18:08","modified_gmt":"2025-05-26T12:18:08","slug":"5-6-allikad","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sisu.ut.ee\/gebhardt\/5-6-allikad\/","title":{"rendered":"5.5 Lehrermaterial"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hintergrundinformationen f\u00fcr die Lehrkraft zum Karfreitag und zu Gebhardts Gem\u00e4lde \u201eDie Kreuzigung Christi\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Karfreitag ist der Todestag Jesu Christi<\/strong><\/p>\n<p>Nach seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane auf dem \u00d6lberg wird Jesus vor den Statthalter Pontius Pilatus gebracht. Als Vertreter der r\u00f6mischen Besatzungsmacht ist Pilatus die h\u00f6chste weltliche Autorit\u00e4t in Jerusalem. Er soll das Urteil \u00fcber Jesus f\u00e4llen. Da es den Pharis\u00e4ern gelingt, das Volk gegen Jesus aufzustacheln und die Menge schlie\u00dflich seinen Tod fordert, spricht Pilatus das Urteil: Der Sohn Gottes wird gegei\u00dfelt und muss sein Kreuz selbst auf den H\u00fcgel Golgatha tragen. Dort wird er ans Kreuz genagelt. Kurz bevor er um die neunte Stunde (das ist um 15 Uhr) stirbt, ruft Jesus: \u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c (Mt 27, 46). Er wird in einer H\u00f6hle beigesetzt.<\/p>\n<p>Am Karfreitag kennt die Kirche keinen Gottesdienst im herk\u00f6mmlichen Sinne. Die Glocken schweigen \u2013 die Kirche gedenkt des Leidens und Sterbens Jesu. In vielen Gemeinden findet an diesem Tag ein Kreuzweg statt.<\/p>\n<p>Die Kreuzigung Christi war f\u00fcr Gebhardt das wichtigste und h\u00e4ufigste Thema seines Schaffens. Im hohen Alter schrieb er in einem Brief, er habe \u201e<em>\u2026 eigentlich nur Sinn f\u00fcr Christi Lehrt\u00e4tigkeit und Leidensgeschichte\u201c\u00a0<\/em>(Graubner 1938: 43). Im Jahr 1866 malte Gebhardt ein gro\u00dfformatiges \u00d6lgem\u00e4lde f\u00fcr die Domkirche zu Reval (Tallinn). Dieses Altargem\u00e4lde zeigt den gekreuzigten Jesus, umgeben von drei trauernden Figuren (vgl. Gries 1995: 48) \u2013 Golgatha-Gruppe. Das Kreuz Christi auf Golgatha steht kaum erh\u00f6ht, so dass Christus am Kreuz nur wenig h\u00f6her erscheint als seine Angeh\u00f6rigen. Die am Fu\u00df des Kreuzes kniende Maria Magdalena kann ihr Gesicht eng an die Waden Christi schmiegen. Sie ist mit gel\u00f6stem Haar und schmerzerf\u00fclltem Gesicht zusammengebrochen und kauert betend (vgl. Kreem 2017: 220).<\/p>\n<p>Christus wendet seinen Blick nach unten zu seiner Mutter. So verabschiedet er sich von ihr und vertraut sie seinem Lieblingsj\u00fcnger Johannes mit den Bibelworten an: \u201eFrau, siehe, das ist dein Sohn!\u201c und \u201eSiehe, das ist deine Mutter!\u201c (Joh 19, 26\u201327). Maria, die Mutter Jesu, wirkt wie eine kluge, geistige und starke Frau. Sie sitzt und scheint die Bedeutung seines Todes zu verstehen, w\u00e4hrend ihre zum Gebet gekreuzten H\u00e4nde diese innere Einkehr unterstreichen. Johannes legt seine Hand auf ihre und die andere auf ihre Schulter, um ihr zu zeigen, dass sie nicht alleine bleibt. Die gekreuzigten, mageren und adrigen Arme Christi wirken wie ausgebreitete Fl\u00fcgel, die jeden besch\u00fctzen k\u00f6nnen. Gebhardt wollte die biblische Geschichte m\u00f6glichst realistisch darstellen.<\/p>\n<p>Eine neue Figur im Vergleich zu anderen Kreuzigungsdarstellungen ist der einsam Trauernde im Hintergrund. Es k\u00f6nnte sich um Nikodemus oder Joseph von Arimath\u00e4a handeln (vgl. Kreem 2017: 220), der sich vom Kreuz abwendet. Der nat\u00fcrliche Hintergrund verst\u00e4rkt die trostlose Atmosph\u00e4re des Bildes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergrundinformationen f\u00fcr die Lehrkraft zum Karfreitag und zu Gebhardts Gem\u00e4lde \u201eDie Kreuzigung Christi\u201c \u00a0Karfreitag ist der Todestag Jesu Christi Nach seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane auf dem \u00d6lberg wird Jesus vor den Statthalter Pontius Pilatus gebracht. 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