Bundestagswahlen und Kommunalwahlen

Bundestagswahl

Die Bundestagswahl dient der Bestimmung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages (Parlamentes). Sie findet  alle vier Jahre statt. Die Bundestagswahlen sind „allgemein, frei, unmittelbar, gleich und geheim“ (Grundgesetz Art. 38 Abs. 1 Satz 1). Gewählt werden die Mitglieder des Bundestages, die später den Bundeskanzler wählen.

Wählen und gewählt werden dürfen deutsche Staatsbürger, die  mindestens 18 Jahre alt sind.  Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der "Erststimme" wählt er einen Direktkandidaten aus seinem Landeskreis.  Von insgesamt 599 Bundestagsmandaten sind 299 Direktmandate. Mit der Zweitstimme wählt der Wähler eine Partei. Die Parteien erstellen vor der Wahl Listen ihrer Kandidaten.  Kandidaten, die vorne auf der Liste stehen, haben mehr Chancen, in den Bundestag zu kommen.  

In Deutschland gilt die 5-Prozent-Klausel (Sperrklausel, Fünf-Prozent-Hürde), wonach eine Partei mindestens fünf Prozent aller Zweitstimmen oder drei Direktmandate braucht, um in den Bundestag zu kommen.

Kommunalwahl

Kommunalwahlen dienen zur Bestimmung von Volksvertretern in kommunalen Gemeinde- oder Stadträten. Auch Kommunalwahlen  sind allgemein, frei, geheim, gleich und unmittelbar . Die Wahlperiode beträgt je nach Bundesland vier, fünf oder sechs Jahre.

In einigen Bundesländern darf man schon ab 16 Jahren wählen. Auch Ausländer mit der Staatsbürgerschaft eines EU-Staates sind wahlberechtigt, wenn sie eine bestimmte Zeit in der  Gemeinde gewohnt haben.  

Auch Wählergruppen, die nicht Parteien sind, dürfen an den Wahlen teilnehmen.  Die Sperrklausel gilt nur in der  Hansestadt Bremen. 

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