Programm

 

Programm: Word-Dokument

20.09.

Hauptgebäude der Universität Tartu (Ülikooli 18), Aula

9:00-10:00      Tagungseröffnung

Offizielle Begrüßung (Mart Noorma, Prorektor für Lehre der Universität Tartu; Jarno Laur, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Tartu; Christoph Eichhorn, Deutscher Botschafter in Estland; Eva Marquardt, Leiterin des Goethe-Instituts Tallinn

Jürgen Joachimsthaler (Marburg): Baltische Bildungsgeschichte(n)

Silke Pasewalck (Tartu): Das Baltikum als Modellregion

10:00-11:00    Eröffnungsvortrag

Heinrich Bosse (Freiburg): Ständische Bildung in den russischen Ostseeprovinzen im 18. Jahrhundert

11:00-11:30    Kaffeepause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

11:45-17:30    Sektionen 1-4: Jakobi 2

Sektion 1: Medien der Bildung

(Sektionsleitung Ulrike Plath und Maris Saagpakk)

Raum: Jakobi 2-114

In der Sektion soll die Vielfalt der Medien aufgezeigt werden, über die Bildungsinhalte vom Ende des 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts vermittelt wurden. Auch wenn das Buch häufig als Inbegriff und Symbol der Bildung angesehen wird, müssen doch gerade für den baltischen Raum mit seinen ausgeprägten Strukturen der Mündlichkeit auch andere Medien sowie mediale Übergangs- und Mischformen mitberücksichtigt werden. Neben dem gedruckten Wort in seinen unterschiedlichen Ausprägungen wollen wir daher auch über Theater, Musik und Kunst sprechen und die in den jeweiligen Medien gewählten Bildungsinhalte vergleichend diskutieren.

11:45-12:00    Eröffnung der Sektion: Ulrike Plath (Tallinn) und Maris Saagpakk (Tallinn)

12:00-12.30    Ruth Florack (Göttingen): Gelebte Bildung: Die Gelegenheitsschriften der Sammlung Recke

12:30-13:00    Alīda Zigmunde (Riga): Die in Riga herausgegebene Presse für Bildung und Erziehung in deutscher Sprache (vom Anfang 19. Jahrhunderts bis 1939)

13:00-13:30    Tiina-Mall Kreem, Linda Kaljundi (Tallinn): Visual media and entangled pasts: Estonian and Latvian adaptations of the Baltic German historical images

13:30-15:00    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

15:00-15:30    Maris Saagpakk (Tallinn): Komische Bildung oder Bildung durch die Komödie. August von Kotzebue und sein estnisches Publikum

15:30-16:00    Tiina-Erika Friedenthal (Tartu): "Das ganze Publicum ward theatralisch...". Das Theater als Bildungsmedium in Riga am Ende des philosophischen Jahrhunderts

16:00-16.30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

16:30-17:00    Tiiu Ernits (Tartu): Die Lehrbücher im Musikunterricht als Medien der Bildung und wesentliche Kulturträger in den deutsch- und estnischsprachigen Schulen 1860–1914

17:00-17:30    Ulrike Plath (Tallinn): Deutschbaltische Kinder- und Jugendbücher als Medien der Bildung

 Sektion 2: Sprachen der Bildung – Bildung der Sprachen

(Sektionsleitung Reet Bender und Eglė Kontutytė)

Raum: Jakobi 2-217

In der Sektion soll die Rolle der Sprache als Instrument der Bildung in Geschichte und Gegenwart (z.B. anhand der Bibelübersetzung aus dem Deutschen oder der Funktion von Mehrsprachigkeit in der Sowjetzeit und heute) sowie als Ziel der Bildung diskutiert werden. Zu erörtern wird dabei auch die Frage sein, inwiefern Sprache als Ausdruck von Identität (nationaler, regionaler, europäischer) verstanden werden kann.

11:45-12:00    Eröffnung der Sektion: Eglė Kontutytė (Vilnius) und Reet Bender (Tartu)

12:00-12.30    Stephan Kessler (Greifswald): Johann Wischmann (†1705) – der Opitz von Nordkurland?

12:30-13:00    Lina Plaušinaitytė, Vilma Zubaitienė (Vilnius): Die litauische Übersetzung des Neuen Testaments (1727, 1735) als Quelle der litauischen Lexikographie des 18. Jhs.

13:00-13:30    Reet Bender (Tartu): Deutschbaltische Studentensprache als eine Widerspiegelung der historischen Sprachsituation im Baltikum

13:30-15:00    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

15:00-15:30    Gita Bērziņa (Riga): Ancient Greek in Educational History of Riga

15:30-16:00    Brigita Cīrule (Riga):  Latin Teaching in the Early Educational History of Riga

16:00-16.30     Kaffeepause (Jakobi 2-115)

16:30-17:00    Heiko Marten (Potsdam/Rēzekne): Lettgallisch im Bildungssektor: Traditionen, Unterdrückung und Revitalisierung im europäischen Kontext

17:00-17:30    Eglė Kontutytė (Vilnius): Mehrsprachigkeit in linguistischen Publikationen in Litauen zu der Sowjetzeit und heute 

 Sektion 3: Bildung, Schule und Integration

(Sektionsleitung: Karlheinz Hülser und Monika Reif-Hülser)

Raum: Jakobi 2-102

Die Beiträge dieser Sektion blicken auf Bildung im Sinn von Erziehung und Sozialisation durch Bildungsinstitutionen, wobei auch das auf Bildung blickende Medium wie der Bildungsroman oder Erinnerungsliteratur mit in den Blick genommen wird. Thematisch umfasst das Spektrum der Beiträge den Umgang mit dem Problem zu geringer Bildungsmöglichkeiten sei es in der Frühen Neuzeit, sei es für die „Findlinge“ nach dem Zweiten Weltkrieg über (weibliche) Bildungsmigration aus dem Baltikum, konkreten Schulerfahrungen von Autoren unterschiedlicher nationaler Zugehörigkeit bis hin zu aktuellen Problemen der Bildung im Baltikum.

11:45-12:00    Eröffnung der Sektion: Jürgen Joachimsthaler (Marburg) und Monika Reif-Hülser

12:00-12.30    Liina Lukas (Tartu): Der Bildungsroman - ein Tartuer Beitrag zur Romantheorie

12:30-13:00    Trude Maurer (Göttingen): ‚Baltische‘ Doktorinnen deutscher Universitäten. Zur Prägung weiblicher Studien- und Berufswege durch ethnisch-kulturelle und soziale Herkunft

13:00-13:30    Valentina Talerko (Daugavpils): Verstellte Wahrheit: Darstellung des Schul- und Studentenalltags in Werken deutschbaltischer Autoren der Zwischenkriegszeit

13:30-15:00    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

15:00-15:30    Monika Reif-Hülser (Konstanz): Findlings-Geschichten als Bildungsgeschichte(n), oder: ein Thema der Integration?

15:30-16:00    Olaf Mertelsmann (Tartu): Der Umbau des estnischen Bildungswesens unter den Sowjets in den vierziger und fünfziger Jahren

16:00-16.30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

16:30-17:00    Kairit Kaur (Tartu): Die Vermittlung der deutschbaltischen literarischen Kultur in der estnischen Schule von heute? Möglichkeiten und Herausforderungen

17:00-17:30    Karlheinz Hülser (Konstanz): Baltische Bildungsgeschichte und ein altes Bildungsideal

Sektion 4: Symbolische Ordnungen

(Sektionsleitung: Karsten Brüggemann und Jaan Undusk)

Raum: Jakobi 2-230

Der Begriff der „Symbolischen Ordnungen“ soll für diese Sektion recht weit gefasst und auf allerlei Vorstellungen von kulturellen Verhältnissen bzw. sozialen Strukturen angewandt werden. Zur Sprache kommen ganz allgemein Vorstellungen vom Menschen in der Aufklärung, die ordnungsschaffende Kategorie des Wissens, literarische Bilder des Baltikums, eine transnationale Praxis als Kern nationaler Kultur sowie Bilder der Vergangenheit, die im Heute sinnstiftend wirken sollen.

11:45-12:00    Eröffnung der Sektion: Karsten Brüggemann (Tallinn) und Jaan Undusk (Tallinn)

12:00-12.30    Andris Levans (Riga): Von rechtsgelehrten Schreibern und Mädchen, die Briefe schreiben können. Bildungsnot und -stand in Livland des späten Mittelalters

12:30-13:00    Hans Graubner (Göttingen): Zur anthropologischen Differenz zwischen den frühen Erziehungs- und Bildungskonzepten bei Hamann und Herder

13:00-13:30    Jörg Hackmann (Szczecin): Sängerfeste und symbolische Ordnungen

13:30-15:00    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

15:00-15:30    Gabriela Ociepa (Marburg): Das Baltikum in den Romanen von Henryk Sienkiewicz

15:30-16:00    Jürgen Joachimsthaler (Marburg): Baltikum und Weltordnung. Die archäologischen Phantasien der Marija Gimbutas.

16:00-16.30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

16:30-17:00    Abschlussdiskussion zur Sektion

 Universitätsmuseum auf dem Domberg, Weißer Saal (Lossi 25)

19:00-20:00    Abendvortrag

Gert von Pistohlkors (Göttingen): Schulbildung und sozialer Aufstieg für Esten und Letten in Livland in deutschbaltischer Perspektive (1860 bis 1914)

21.09.        

Hauptgebäude der Universität Tartu (Ülikooli 18), Auditorium 128

9:00-10:00      Plenarvortrag Ljubov Kisseljova (Tartu): Imperial ideology in the high-school history textbooks at the end of the 19th and the beginning of the 20th century

10:00-11:00    Plenarvortrag Ulrich Kronauer (Heidelberg): Garlieb Merkels Rousseau 

11:00-11:30    Kaffeepause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

11:30-16:30    Sektionen 5-8: Jakobi 2

Sektion 5: Institutionen der Bildung

(Sektionsleitung: Liina Lukas und Silke Pasewalck)

Raum: Jakobi 2-130

Die Sektion fokussiert am Leitfaden der Chronologie zahlreiche Bildungseinrichtungen im historischen Estland und Livland vom 17. Jahrhundert bis in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen (Geschichte, Rechtgeschichte, Theologie, Germanistik). Dabei werden sowohl spezifische Institutionen (wie etwa das Lyceum zu Riga, die Rigaer Domschule oder die Universität Dorpat) in den Blick genommen als auch verschiedene Institutionen-Typen (Gerichtsstube, orthodoxe Schulen, universitäre Einrichtungen) auf deren Bildungsfunktion hin näher beleuchtet.

11:30-11:45    Eröffnung der Sektion: Liina Lukas (Tartu) und Silke Pasewalck (Tartu)

11:45-12:15    Peter Wörster (Marburg): Drei Jahrhunderte Bildungsgeschichte im Spiegel einer Einrichtung: Das Lyzeum zu Riga und seine Nachfolgeeinrichtungen (1675-1917)

12:15-12:45    Matthias Asche (Tübingen): Die Professorenprofile an den beiden ersten Dorpater Universitäten – akademische Mobilitäts- und soziale Vernetzungs-phänomene in der nord- und mitteleuropäischen Gelehrtenrepublik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts

12:45-13:15    Kaspar Renner (Berlin): Mikrologie der Bildung: Herder als Lehrer an der Domschule zu Riga (1764-1769)

13:15-14:30    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

14:30-15:00    Felix Köther (Marburg): „Professor Kalendermacher“ – Die Kalender- und Zeitungsprivilegien der Mitauer Academia Petrina

15:00-15:30    Beata Paškevica (Riga): Zur Geschichte der Lehrerausbildungsstätte von Magdalena Elisabeth von Hallart (1683 – 1750) für die Nationalen (die Letten) in den Jahren 1738 bis 1742

15:30-16.00    Michael Rocher (Halle-Wittenberg): Das Waisenhaus in Alp – eine Bildungseinrichtung des 18. Jahrhunderts für alle?

16:00-16:30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

 Sektion 6: Akteure der Bildung

(Sektionsleitung: Jost Eickmeyer und Anu Schaper)

Raum: Jakobi 2-110

In dieser Sektion wird ein bildungsgeschichtlich weiter Bogen vom 16. bis ins 20. Jahrhundert geschlagen, um aus Perspektive diverser Disziplinen (Geschichte, Literaturwissenschaft, Theologie, Philosophie, Musikwissenschaft) wichtige Akteure der Bildungslandschaft Baltikum (u.a. Vestring, Hamann, von der Recke, Cimze), ihr Handeln und ihre Wirkungen zu beleuchten. Dabei wird es gleichermaßen um das sozialgeschichtliche Umfeld gehen, in dem agiert wird (etwa die Möglichkeiten eines frühen Humanismus in Livland), wie auch um publizistische oder philosophische Konzeptionen von Bildung und die jeweilige pädagogische oder bildungspolitische Praxis. Ein Vortrag über Otto A. Webermann soll als Reflexion über die Geschichte der baltischen Bildungsgeschichtsschreibung das Panorama abrunden.

11:30-11:45    Eröffnung der Sektion: Jost Eickmeyer (Berlin) und Anu Schaper (Berlin/Tallinn)

11:45-12:15    Martin Klöker (Osnabrück/Tallinn): Schule und Kirche: Heinrich Vestring als Reformer des Revaler Schulwesens

12:15-12:45    Ludmila Dub’eva (Tartu): Senator Manasein’s revision in 1882‐1883 and the teachers of Rural Orthodox Peasant schools

12:45-13:15    Raivis Bičevskis (Riga): Johann Georg Hamann zwischen der Bildung der Handelsrepublik und der Bildung des Nichtwissens

13:15-14:30    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

14:30-15:00    Aiga Šemeta (Riga/Berlin): C. George [i.e. Johann Georg Czarnewski] (1766‐1832) und seine Zeitschrift „Geoponika“ in Zeiten des Bildungsraubs (18. Jhd.). Zu Bildungsmöglichkeiten in den deutschen Ostseeprovinzen Russlands ohne “Mutterland” Deutschland.

15:00-15:30    Valérie Leyh (Liège): Die Familie von Medem: Zur Verbindung von Bildung, Literatur und Politik in Kurland

15:30-16.00    Aīda Krūze / Ieva Sproģe (Riga): Jānis Cimze (1814-1881) – eine herausragende Persönlichkeit in der Baltischen Bildungsgeschichte

16:00-16:30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

 Sektion 7: Nation building – Bildung der Nationen

(Sektionsleitung:  Antje Johanning-Radžienė und Andris Levans)

Raum: Jakobi 2-129

Die Sektion beschäftigt sich mit der Rolle der Kategorie der Nationalität in Geschichte und Gegenwart des Baltikums als einer ausgesprochen pluriethnischen und multikulturellen europäischen Region. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Prozessen der Formierung kollektiver Identitäten in Recht, Religion, Schule, Literatur, Massenmedien, Historiographie und Memorialkultur. Notwendig stehen dabei Phänomene des Kulturkontakts ebenso im Mittelpunkt wie Kulturkontraste und Kulturkonkurrenzen.

11:30-11:45    Eröffnung der Sektion: Andris Levans (Riga) und Antje Johanning-Radžienė (Daugavpils)

11:45-12:15    Anja Lange (Kiew): „Unser Lettland“ – Nationenerziehung für Kinder

12:15-12:45    Petr Mirejovsky (Camrose): The teaching of History in Bohemia and the Czech-German Conflict (1845 – 1945)

12:45-13:15    Viktorija Šeina (Vilnius): Zur Formierung des Verständnisses von Nationalität im Unterricht der litauischen Literatur (1918 – 1940)

13:15-14:30    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

14:30-15:00    Elina Adamson (Tartu): Dorpat-Bilder in der deutschsprachigen Literatur als ein Raum des Kulturtransfers: wie wird der Andere in der Musenstadt erzogen?

15:00-15:30    Benedikts Kalnačs (Riga): Ein Doppelgänger: Der Schriftsteller Rūdolfs Blaumanis (1862 – 1908) zwischen der lettischen und der deutschen Kultur

15:30-16.00    Silke Pasewalck (Tartu): Estnische Geschichte im Spannungsfeld kultureller Diversität. Jaan Kross’ Romane als Bildungsgeschichten

16:00-16:30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

Sektion 8: Strukturen der Macht in Sprache, Literatur und Kultur

(Sektionsleitung:  Rūta Eidukevičienė und Ewald Reuter)

Raum: Jakobi 2-114

In der Sektion sollen die durch religiöse, politische und kulturelle Kolonisierungsprozesse verursachten Machtverhältnisse im baltischen Raum, einschließlich Preußisch Litauen, aus kulturhistorischer Perspektive diskutiert werden. Chronologisch betrachtet liegt der Schwerpunkt auf den Missionierungsanstrengungen und erzieherischen Schriften lutherischer Pastoren und Prediger (17. und 18. Jahrhundert), den politischen Bildungskonzepten des deutsch-baltischen Bürgertums Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts und den komplexen Identitätsdiskursen der Deutschbalten in den 1950er und 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Beiträge sollen deutlich machen, dass die genannten Machtverhältnisse sowohl den Ideengehalt der publizistischen und literarischen Schriften der beteiligten Akteure als auch verschiedene sprachliche Konstellationen und den sprachlichen Ausdruck selbst bestimmen.

 11:30-11:45    Eröffnung der Sektion: Rūta Eidukevičienė (Kaunas) und Ewald Reuter (Tampere)

11:45-12:15    Andres Andresen (Tartu): Between Colonialism and Enlightenment: The Lutheran Church as the Formative Cultural Force in the Baltic Provinces

12:15-12:45    Gregor Babelotzky (Cambridge): Lenz und Lenz: Allmächtiger Vater und verlorener Sohn – Die Gewalt/Macht der Predigt und ihre Transformation durch die Literatur

12:45-13:15    Alina Kuzborska (Olsztyn): Die Polarität von Macht und Gesellschaft in den ,Metai’ von Kristijonas Donelaitis

13:15-14:30    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

14:30-15:00    Anja Wilhelmi (Lüneburg): Deutschbaltische Pastoren und ihr Verständnis von Bildungsvermittlung

15:00-15:30    Anton Philipp Knittel (Flein): „Durch die Macht der Verhältniße zur Ordnung gezwungen“. Die Kügelgens, eine deutsch-baltische Familie des Bildungsbürgertums

15:30-16.00    Rolf Füllmann (Köln): Elegische Ethnographie und ‚alte Burschenherrlichkeit‘ an der Universität Tartu: das estnisch-deutsche Verhältnis von ‚Jaschka und Janne‘ (Siegfried von Vegesack)

16:00-16:30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

22.09.

9:00-11:00      Sektionen 5-8 (Fortsetzung): Jakobi 2

 Sektion 5: Institutionen der Bildung

(Sektionsleitung: Liina Lukas und Silke Pasewalck)

Raum: Jakobi 2-230

9:00-9:30        Markus Käfer (Heidelberg): Das Bildungsprogramm der 1802 wiedergegründeten Universität Dorpat

9:30-10:00        Marju Luts-Sootak (Tartu): Die Gerichtsstube als Bildungsanstalt: die Gerichtsbarkeit in den bäuerlichen Rechtssachen im 19. Jahrhundert

10:00-10.30    Alexei Kouprianov / Tatiana Kostina (St. Petersburg): Turning from a peripherial European into a provincial Russian University: mobility patterns of the faculty at Dorpat and their temporal dynamics (1802-1884)

10:30-11:00    Irina Paert (Tartu): Organic intellectuals or troublemakers? Teachers in the Orthodox schools in Baltic provinces between 1840 and 1914. 

11:00-11:30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

Sektion 6: Akteure der Bildung

(Sektionsleitung: Jost Eickmeyer und Anu Schaper)

Raum: Jakobi 2-106

9:00-9:30        Jost Eickmeyer (Berlin): „Sodalitas litteraria Rigensis“? Umrisse eines Netzwerks livlandischer Humanisten im sechzehnten Jahrhundert

9:30-10:00      Anu Schaper (Berlin/Tallinn): Johann Valentin Meder (1649–1719) und der Musikunterricht am Revaler Gymnasium

10:00-11:00     Dorothee M. Goeze (Marburg): Der "zu Bildende" oder der "Bildende"? Kultur- und Wissensvermittlung in Zeiten des Kalten Kriegs am Beispiel des Esten Otto A. Webermann

10:30-11:00 Abschlussdiskussion zur Sektion

11:00-11:30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

 Sektion 7: Nation building – Bildung der Nationen

(Sektionsleitung: Andris Levans und Antje Johanning-Radžienė)

Raum: Jakobi 2-217

9:00-9:30        Alīna Romanovska (Daugavpils): Tätigkeit der Herrnhuter im Bildungsbereich: Geschichte und Literaturdiskurs

9:30-10:00      Antje Johanning-Radžienė (Daugavpils): „Gegen die Uniformierung aller Staatsbürger“. Paul Schiemanns Blick auf den Nationsbildungsprozess im Lettland der Zwischenkriegzeit

10:00-10.30    Benjamin Naujoks (Köln): Bildung am Bösen? Černobyl‘ und Ignalina – vom (post-)kolonialen Erbe zur europäischen Frage

10:30-11:00    Abschlussdiskussion zur Sektion

11:00-11:30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

Sektion 8: Strukturen der Macht in Sprache, Literatur und Kultur

(Sektionsleitung:  Rūta Eidukevičienė und Ewald Reuter)

Jakobi 2-114

9:00-9:30        Łukasz Sommer (Warschau): Imagined geographies of language kinship: The Finno-Ugric conferences (1921-1938) and the Baltic space

9:30-10:00      Silvia Machein (Heidelberg): Baltisches Erbe – (post)kolonialer Diskurs und kulturelle Verortung der Deutschbalten in Selbst- und Fremdzeugnissen der fünfziger Jahre

10:00-10.30     Lina Uzukauskaite (Salzburg): Gegen die Sprache der Macht: Zur ,äsopischen Sprache‘ in der litauischen Literatur der Sowjetzeit

10:30-11:00    Abschlussdiskussion zur Sektion

11:00-11:30    Kaffeepause (Jakobi 2-115)

Hauptgebäude der Universität Tartu (Ülikooli 18), Auditorium 128

12:00-13:00    Plenarvortrag Rūta Eidukevičienė (Kaunas): Deutsche Bildungskonzepte in Litauen während und zwischen den beiden Weltkriegen: Zwangsmaßnahmen und Innovationen

13:00-14:00    Plenarvortrag Jaan Undusk (Tallinn): Die schwere Aneignung der Gesetzlichkeit. Über die rechtliche Wende im Baltikum Anfang des 19. Jahrhunderts

14:00-15:00    Mittagspause (Ülikooli kohvik, Ülikooli 20)

15:00-16:00    Abschlussveranstaltung

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