{"id":3,"date":"2024-04-04T06:14:51","date_gmt":"2024-04-04T06:14:51","guid":{"rendered":"https:\/\/sisu.ut.ee\/baltischereisetexte\/call-papers\/"},"modified":"2024-09-09T18:14:47","modified_gmt":"2024-09-09T15:14:47","slug":"call-papers","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sisu.ut.ee\/baltischereisetexte\/call-papers\/","title":{"rendered":"Call for Papers"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Call for Papers<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 20px; color: #003366;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\"><strong>XIII. Symposium der baltischen literarischen Kultur<\/strong><\/span><\/span><br>\n<span style=\"font-size: 22px; color: #003366;\"><span style=\"font-family: Book Antiqua;\">Reisetexte aus dem Baltikum im europ\u00e4ischen Kontext<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px; color: #003366;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">Tartu, 12. u. 13. September 2024<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">\u201eDer k\u00fcrzeste Weg zu sich selbst f\u00fchrt um die Welt herum.\u201c So beginnt Graf Hermann Keyserling sein \u00fcber den deutschen Sprachraum hinaus bekanntes \u201cReisetagebuch eines Philosophen\u201d (1919). Im Jahre 1911, nach der entt\u00e4uschten Hoffnung, in der Abgeschiedenheit seines Heimatguts Raikk\u00fcla zur Selbstverwirklichung zu gelangen, begibt sich Keyserling auf eine Reise um die Welt, um die Vielfalt von Lebensformen zu erkunden und seine eigene Entwicklung unter ihrem Einfluss zu beobachten:\u00a0 \u201eWenn ich alle Koordinaten bestimmt habe, m\u00fcsste ich auch den Mittelpunkt besitzen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">M\u00f6glicherweise ist man gerade in der Hoffnung, den eigenen Mittelpunkt zu finden, auf Reisen gegangen, besonders wenn man von der Ostseek\u00fcste kommt, wo alle Zentren immer weit weg schienen. Dieser K\u00fcstenstreifen kennt \u2013 als Grenz- und Sperrzone \u2013 den Reisedrang seiner Bewohner schon lange, auch das Fernweh aus den Zeiten, in denen das Reisen nicht m\u00f6glich war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">Man ist aber auch ins Baltikum gereist, das lange ein Transitland gewesen ist, ein Zwischenstopp, um sich auf die Weiterreise vorzubereiten. Die Durchreisenden haben wichtige Reisetexte hinterlassen, die wertvolle Einblicke in die Lebensweise und Mentalit\u00e4t dieser Region geben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">W\u00e4hrend die Reisetexte der Durchreisenden und vor allem das darin enthaltene Bild des Baltikums gut erforscht sind (siehe z. B. Plath, Manske, Griep, Kr\u00f6\u00f6nstr\u00f6m, Zetterberg u. a.), haben die Reisetexte baltischer Reisender bisher nur ganz wenig oder kaum die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich gezogen, obwohl sie einen wichtigen Teil der baltischen literarischen Kultur darstellen. Obwohl die baltischen Archive und Bibliotheken reich an handschriftlichen Reiseb\u00fcchern baltischer Autoren sind, die wichtigsten Texte auch erschienen sind und immer noch erscheinen, hat die Forschung diese Quellen bisher kaum ausgewertet. Das diesj\u00e4hrige Symposium der baltischen literarischen Kultur l\u00e4dt Sie ein, diese Forschungsl\u00fccke zu schlie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">Das interdisziplinar angelegte Symposium nimmt Reisetexte aus unterschiedlichen Epochen aus vielf\u00e4ltiger Perspektive unter die Lupe. Wer aus dem Baltikum ist zu verschiedenen Zeiten zu welchem Zweck wohin gereist? In welcher Sprache und Textgestalt haben Reisende ihre Berichte aufgeschrieben? Welche Reisepraktiken spiegeln sich in den Reisetexten wider? Was k\u00f6nnen wir \u00fcber die Soziologie des Reisens aus ihnen lernen? Welche Formen der Selbst- und Fremdwahrnehmung zeigen sich in diesen Reisetexten? Mithilfe welcher Methoden lassen sich Reisetexte als Gegenstand der Literaturwissenschaft analysieren (Aufbau, Autorenperspektive, Erz\u00e4hlstil usw.)?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">Wir erwarten Ihre Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Vortr\u00e4ge zu diesen oder anderen Fragen \u00fcber das Reisen aus, im und ins Baltikum im Spiegel der (entweder gedruckten oder handschriftlichen Reisetexte), in deutscher oder in englischer Sprache bis zum 31. Mai 2024.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">Das Symposium wird im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft \u201eDas geteilte Kulturerbe in Deutschland und im Baltikum\u201c von der Universit\u00e4t Tartu (Germanistik und Komparatistik) und der Universit\u00e4t Potsdam (Germanistik) unter der Mitwirkung der Estnischen Goethe-Gesellschaft veranstaltet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\"><strong>Kontakt und Organisation:<\/strong><br>\nLiina Lukas, Prof. f\u00fcr vergleichende Literaturwissenschaft, Universit\u00e4t Tartu (liina.lukas@ut.ee)<br>\nReet Bender, Prof. f\u00fcr Germanistik, Universit\u00e4t Tartu (reet.bender@ut.ee)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Call for Papers XIII. Symposium der baltischen literarischen Kultur Reisetexte aus dem Baltikum im europ\u00e4ischen Kontext Tartu, 12. u. 13. 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